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OLC GliderRace 2016 beendet

von Fliegerschule Wasserkuppe

Es war wieder eines der anspruchsvollsten Luftrennen Deutschlands: Das OLC Glider Race 2016 auf der Wasserkuppe. Gerade weil es "on top of the german world" mit den Wetterphänomenen zu kämpfen hatte, haben sich die Piloten (leider war dieses Jahr keine Frau dabei) im engsten Wettbewerb, den die Klasse zu bieten hat, messen müssen.

Den detaillierten Bericht über die Tageswertungen finden Sie hier:

http://gliderrace.onlinecontest.org

 

OLC-Glider-Race 2016: Ein Video-Rückblick

13.07.2016 - SEGELFLIEGEN
Chris Jörges beim Start zum zweiten Wertungsflug Fotos: Lothar Schwark


OLC Glider Race (3)

Matthias ARNOLD siegt souverän - Wolkenabschirmung bremst Thermik aus

 

Weiterhin mit schwierigen Wetterverhältnissen haben die 16 Teilnehmer des OLC Glider Race auf der Wasserkuppe zu kämpfen. Nachdem am vergangen Sonntag und Montag keine Aufgabenmachbar waren, setzte Sportleiter Reiner Rose am Dienstag eine 160,17 Kilometer lange Dreiecksflugaufgabe an. Nach mehrmaliger Startverschiebung, bei teils geschlossener Wolkendecke konnte gegen 14.30 Uhr gestartet werden.

Bei ansprechenden Flugbedingungen erfolgte das Go zur Querung der Startlinie um 15:20 Uhr. Das Feld flog nahezu geschlossen ab. Das Rennen war eröffnet. In Richtung erster Wende Phillipsthal verbesserten sich die Flugbedingungen. Richtig gut war das Wetter auf dem zweiten Kursschenkel nach Alsfeld. Von dort sollte es vorbei an Wasserkuppe zur Schlußwende Hohe Hölle gehen. Ab Fulda herrschte jedoch mehr und mehr eine geschlossene Wolkendecke vor. Die Cumuluswolken Richtung Rhön zogen nicht mehr und der Aufwind war abgeschnitten. So schafften schlussendlich nur drei Piloten die Aufgabe mit einer Zeitwertung.

Tagessieger Matthias Arnold

Christoph Limpert vom Rhönflug Gersfeld ...

 

 

Alles richtig gemacht hatte Matthias Arnold mit dem OLC Discus 2T, als er nach 1:47,89 Stunden mit 89,7 Stundenkilometern die Ziellinie der Wasserkuppe querte. Nahezu 26 Minuten musste er warten, bis Dirk Gintzel (LS 8) mit 72,06 Stundenkilometern vor seinem Sohn Björn Gintzel (LS 8) 71,92 Stundenkilometern (beide AC Bonn Hangelar) auf der Wasserkuppe einschwebte. Simon Schröder (Bad Wörishofen) und Christof Geißler (Freudenstadt) wendeten noch an der Hohe Hölle. Geißler versuchte im Hangflug wieder an Höhe zu gewinnen und die Wasserkuppe zu übersteigen. Für die Zuschauer war seine Hangflugeinlage durchaus spannend anzusehen. Doch alles half nichts.

Vorbei am Pferdkopf steuerte der Discus 2 b Pilot aus Freudenstadt den Werksflughafen von Schleicher an. Dort waren aus Richtung Fulda noch weitere Teilnehmer gelandet. Im Endeffekt fehlte den Piloten noch eine halbe Stunde Sonne, um die die Thermik am Leben zu erhalten. Den Schlüssel zum Erfolg erblickte Arnold bei Fulda. Dort kurbelte er einen Aufwind bis ganz oben aus. Damit erreichte er die Aufwindwolken vor der Rhön, die ihm noch etwas Steigen spendeten. Teilnehmer, die in Fulda zu tief abflogen, fanden bis zur Wasserkuppe dann absolut keine Aufwinde mehr. Da der Wind nahezu eingeschlafen war, trug auch der Hangaufwind nicht mehr. Mehrheitlich waren sich die Piloten einig, dass die Aufgabe genau ins richtige Wetterfenster gelegt wurde.

Aufrücken zum Start

Tagessieger Matthias Arnold musste lange ...

Christof Geißler und Timo Lehrke ...

 

Richtig gute Aufwinde mit bis zu vier Meter Steigen pro Sekunde gab es vor Alsfeld. An der zweiten Wende teilte sich das Feld, da es hier zwei Wolkenstraßen zur Auswahl gab. Während die linke sehr gute Aufwinde brachte, enttäuschte die rechte mehr und mehr. In Führung liegend erlebte hier Kilian Biechele hier eine herbe Enttäuschung und musste mangels Aufwind nach 100,4 Kilometern außenlanden. Da nur drei Piloten die Aufgabe erfüllten, gab es wenig Tagespunkte. Tagessieger Arnold erflog vier Zähler. Björn Gintzel erhielt zwei Punkte, Dirk Gintzel einen Punkt. Der Rest des Feldes landete mit null Punkten auf Tagesplatz vier. Somit hatte keiner der Teilnehmer herbe Punktverluste zu verzeichnen.

Die Wetterlage bleibt eher schwierig. Eine Kaltfront, die in der Nacht mit Gewittern über Wasserkuppe zog, hatte kühlere Luft im Gepäck, die nun für Schauerbildung sorgt. So blieb Sportleiter Rose am Dienstag nur die Möglichkeit, um 12 Uhr den geplanten Flugtag zu neutralisieren. So können sich die Piloten von den zwei anstrengenden Flugtagen erholen. Für die restlichen Tage des OLC Gliding Race ist wieder besseres Flugwetter in Sicht. Chris Jörges und Christoph Limpert vom Rhönflug Gersfeld sind zuversichtlich, zumindest noch zwei Flugtage absolvieren zu können und Punkte zu hohlen. „Der gestrige Flugtag war durchaus spannend zu fliegen“, berichten beide Rhönpiloten, die beim zweiten Luftrennen 146,13 Kilometer (Jörges) und 144,4 Kilometer schafften.

Ergebnis OLC Glider Race Tag zwei:

1. Matthias Arnold Discus 2T (LSV Weinheim) 89,7 km/h/4 Punkte.
2. Björn Gintzel LS 8 (AC Bonn Hangelar) 72,06 km/h/2 Punkte.
3. Dirk Gintzel LS 8 (AC Bonn Hangelar) 71,92 km/h/1. Punkt.
4. Chris Jörges ASW 27 (Rhönflug Gersfeld 146,13 km/0 Punkte.
4. Christoph Limpert ASW 27 (Rhönflug Gersfeld) 144,40 km/0 Punkte

OLC Glider Race - Gesamtwertung nach zwei Flugtagen:

1. Björn Gintzel LS 8 (AC Bonn Hangelar) 11 Punkte
2. Benjamin Schüch LS 8 (AC Pirna) 11 Punkte
3. Max Schäfer Discus 2 (VFL Mönchengladbach) 8 Punkte
10 Chris Jörges ASW 27 (Rhönflug Gersfeld) 2 Punkte
11. Christoph Limpert ASW 27 (Rhönflug Gersfeld) 0 +++

Chris Jörges vom Rhönflug Gersfeld ...

Chris Jörges vom Rhönflug Gersfeld ...

 

 
Letzter Startversuch am Samstag Fotos: Lothar Schwark

17.07.2016 - SEGELFLIEGEN

OLC Glider Race (5)

SCHÜCH macht das Rennen - Freitag bringt noch schnelles Rennen

 

Nach drei spannenden Wertungen wurde das OLC Glider Race 2016 auf der Wasserkuppe beendet. Als strahlender Sieger nahm Benjamin Schüch (LS 8) vom AC Pirna den schmucken Siegerpokal von Sportleiter Reiner Rose in Empfang. Auf Gesamtplatz zwei platzierte sich Björn Gintzel (LS 8) vom AC Bonn- Hangelar, vor Max Schäfer(Discus 2) vom VFR Mönchengladbach.

Zum besten Tag des diesjährigen OLC Glider Race entwickelte sich der Freitag. Hier machten Benjamin Schüch gemeinsam mit Simon Schröder (Discus 2a) mit 93,71 Stundenkilometern elf Tagespunkte das Rennen über eine 160,17 Kilometer Flugaufgabe. Imposant anzusehen, als eine Gruppe von acht Segelflugzeugen von der Hohen Hölle kommend die Ziellinie auf der Wasserkuppe anpeilte und rasant überflog. Während Schüch mit 93,71 Stundenkilometer erzielte, war der achtplatzierte David Barth (Discus 2T) immer noch mit respektablen 93,46 Kilometern pro Stunde dabei. Einzig Stefan Frank(146,15 Kilometer) und Christof Geißler (135,28 Kilometer) verpockerten sich. Beide mussten bei diesem rasanten Luftrennen außenlanden.

Die Führungsgruppe mit acht Flugzeugen ...

Die Führungsgruppe überfliegt die Ziellinie

Zielankunft am Freitag

 

War man bei Fulda zu tief herab geflogen, war der Anschluss an die Thermik nur noch schwer gegeben. Einen weiteren Versuch starteten die 16 Teilnehmer am Samstag. Vor zahlreichen Zuschauern wurde das Feld um 14 Uhr gestartet. Einige Piloten mussten bei schwacher Thermik nochmals landen. Diese und sich und ausbreitenden Wolken einer heranziehenden Warmfront veranlassten Sportleiter Rose, den angesetzten Flug um 15:30 Uhr zu neutralisieren. Nach und nach schwebten die Teilnehmer wieder auf der Wasserkuppe ein. Man war sich einig, dass selbst die auf 150 Kilometer verkürzte Aufgabe bei der aufkommenden Wettersituation wahrscheinlich nicht machbar war.

Gegenüber dem Vorjahr hatten es die Glider Race Piloten schwer. Während dort die Thermik nur so brummte und bei Höhen von bis zu 3.000 Meter teils sensationelle Schnitte erzielt wurden, war dieses Jahr Magerkost beim Wetter angesagt. Ein Tiefdruckgebiet verursachte mit seiner feuchten Luft immer wieder ausbreitende Wolkenfelder, die die Thermik oft abwürgten. Drei Wertungsflügen standen drei Startversuche entgegen. Das Thema der Woche lautete in Pilotenkreisen „ Warten“. Und Geduld ist bei diesem Freiluftsport ein Muss. Nicht umsonst gibt es bei Segelfliegern den berühmten Spruch. „Willst du eine Wüste begrünen, dann lege eine Segelflugweltmeisterschaft hinein“.

Chris Jörges bei seiner Startvorbereitung ...

Warten war bei diesem OLC ...

Christoph Limpert vom Rhönflug Gersfeld ...

 

Vorjahressieger Simon Schröder musste sich diesmal mit Gesamtplatz fünf zufrieden geben. Bei den ersten zwei Flügen erreichte er nicht die Ziellinie und musste trotz guter Leistung null Punkte verzeichnen. Punkte erflogen Chris Jörges und Christoph Limpert vom Rhönflug Gersfeld. So landete Chris Jörges am ersten Flugtag auf Rang neun mit zwei Punkten. Noch einen Punkt flog er mit 82,37 Stundenkilometer beim dritten Wertungsflug ein. Vereinskollege Limpert war beim dritten Flug mit 85,12 Kilometer pro Stunde unterwegs und holte sich noch einen Zähler. Einen hohen Stellenwert hat der OLC Glider Race bei den Junioren. Sieben U-25 Piloten, darunter drei Sportsoldaten, traten auf der Wasserkuppe an.

Sportleiter Rose lobte bei der Siegerehrung die gute Zusammenarbeit mit der Fliegerschule Wasserkuppe. So ist auch im Folgejahr wieder ein Glider Race auf der Wasserkuppe geplant. Auch die Teilnehmer schätzen die gute Atmosphäre in der Rhön. „Für das Wetter kann niemand was“, resümierte zum Beispiel Christof Geißler aus Freudenstadt. Schulleiter Harald Jörges freute sich nach seiner Erkrankung den Wettbewerb noch live mitzuerleben zu können. Für ihn ist das OLC Glider Race die optimale Variante den Segelflug der Öffentlichkeit vorzustellen. Als Geburtstätte des Segelfluges belegte die Wasserkuppe einmal mehr ihre Anziehungskraft für die Zuschauer und Piloten. Die heimischen Wasserkuppen Piloten hoffen nun darauf dass zumindest der restliche Juli und der August ihnen noch erlebnisreiche Flüge ermöglicht.


Wertungsflug drei OLC Glider Race:

1. Benjamin Schüch LS 8 AC Pirna 93,71 km/h 11 Punkte
1. Simon Schröder Discus 2a FSV Bad Wörishofen 93,71 km/h 11 Punkte
3. Matthias Arnold Discus 2T LSV Weinheim 93,61 Km/h 8 Punkte
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10. Christoph Limpert ASW-27 Rhönflug Gersfeld 85,12 km/h 1 Punkt
10. Chris Jörges ASW -27 Rhönflug Gersfeld 82,37 km/h 1 Punkt

Gesamtwertung OLC Glider Race nach drei Flugtagen:

1. Benjamin Schüch LS 8 AC Pirna 22 Punkte
2. Björn Gintzel LS 8 AC Bonn- Hangelar 18 Punkte
3. Max Schäfer Discus 2 VfL Mönchengladbach 15 Punkte
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12. Chris Jörges ASW -27 Rhönflug Gersfeld 3 Punkte.
13 Christoph Limpert ASW-27 Rhönflug Gersfeld 1 Punkt +++

Schulleiter Harald Jörges übergibt dem ...

Von links Schulleiter Harald Jörges ...

Die drei Erstplatzierten des diesjährigen ...

 

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